unterwegs...

Bild: Christiane Raabe, In: Pfarrbriefservice.de

Ich erinnere mich manchmal an die Autofahrten in meiner Kindheit. Auf der Fahrt zu meiner Oma hat mein Vater gern einen kurzen Stopp an der Autobahnkirche gemacht, die auf dem Weg lag. Einen kurzen Stopp um innezuhalten, zu beten, Gott zu danken, Gott um eine gute Fahrt zu bitten. Als die Autobahnausfahrt zur Kirche auf den Schildern angekündigt wurde, dachte ich oft: "Bitte fahr heute dran vorbei, Papa. Ich möchte gern so schnell wie möglich bei Oma ankommen."

Seit ich selbst Auto fahre, kann ich mich nicht erinnern schon mal an einer Autobahnkirche angehalten zu haben. Gut, ich fahre nicht oft auf Autobahnen. Aber auf Landstraßen gäbe es ja noch viel mehr Möglichkeiten, unkompliziert an einer Kirche anzuhalten, denn in vielen Dörfern liegt sie direkt an der Durchfahrtstraße.

Wie wäre es also, auf der nächsten langen Fahrt einen solchen kurzen Stopp zu machen? Um innezuhalten, zu beten, Gott zu danken, Gott um eine gute Fahrt zu bitten? Das könnte ich richtig einplanen oder einfach spontan entscheiden, wenn sich eine Gelegenheit bietet.

Werde ich dann anhalten, aussteigen und in die Kirche hineingehen? Oder werde ich eine Ausrede suchen und vorbeifahren?