"100 Jahre" Einkleidung der Norbertusschwestern

Mit den Jubilarinnen, 60 Jahre Einkleidung von Sr. Ursula Strehl und 40 Jahre Einkleidung von Sr. Renate Pesl, wollen wir Gott danken für sein Geschenk der Berufung und Begleitung in einem Festgottesdienst am Dienstag, 09. Juli 2019 um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin.

Foto: Claudia Buchmüller

Norbert von Xanten (1080–1134) war adeliger Herkunft und führte zunächst als Geistlicher in Xanten ein bequemes Leben. Ein innerer Wandel ließ ihn einen neuen geistlichen Weg suchen. Er verschenkte sein Vermögen und zog als Bußprediger umher. Im Wort der Heiligen Schrift erkennt er den Herrn, dem er bedingungslos folgen will: „solo Christo duce“, „allein den Herrn zum Führer haben“.
Dies wird zu seinem Lebensideal, dem sich weitere Weggefährten anschlossen. Weihnachten 1121 gründete er in Prémontré (Frankreich) das erste Kloster, um geistliches und apostolisches Leben miteinander zu verbinden – nach dem Vorbild der Urkirche: „Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam.“ (Apg 4,32).
Zentrum und Mitte des Lebens von Norbert bildete die Eucharistie. Sein Attribut ist die Monstranz. Seit seiner Priesterweihe zelebrierte Norbert täglich mit größter Hingabe, kindlicher Ergriffenheit und einem Fasziniertsein vor den heiligsten Geheimnissen. Sein Leben ist Leben aus der tiefen, gottesfürchtigen Anbetung des eucharistisch präsenten Herrn und zugleich Hinführung zu dieser Quelle göttlicher Liebe.
Diesem Lebensideal haben sich auch die Norbertusschwestern durch Einkleidung angeschlossen: Sr. Ursula (1959) und Sr. Renate (1979). EINKLEIDUNG ist ein vertieftes persönliches Ja zum Taufversprechen.  Das Ordenskleid ist dabei das äußere Zeichen der inneren Gemeinschaft und Verbundenheit mit Jesus Christus: „Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus (als Gewand) angelegt“ (Gal 3,27).