ADVENT - ANKUNFT - ZEIT zum...

Warum dann diese Hektik und dieser Stress?

Es ist schon ein paar Jahrhunderte her, da begann die sechswöchige bußstrenge Adventszeit nach St. Martin, also nach dem 11.November. Diesseits der Alpen war dies bis etwa in das Jahr 800 so. An St. Martin wurde noch einmal gut gegessen und getrunken bevor die Fastenzeit vor Weihnachten begann. In dieser Zeit nun durfte nicht getanzt und nicht gefeiert werden.

Nach dem sogenannten „Straßburger Adventsstreit“ wurde festgelegt, wann der Advent beginnen sollte. Auf Betreiben des Kaisers Konrad II (11. Jhd.) wurde dann eine vierwöchige Fastenzeit eingeführt. Diese wurde 1570 durch Papst Pius V als rechtsverbindlich erklärt.

Heute beginnt mit dem Advent auch das neue Kirchenjahr. Die Texte des Evangelisten Markus werden uns nähergebracht.

Der Advent steht dabei im Zeichen des Konsums und der Zeitnot. Keine Jahreszeit wird als so hektisch erlebt, wie der Advent. So vieles, (scheinbar) wichtiges, muss noch erledigt werden. Die Menschen beklagen sich über volle Terminkalender und wirken getrieben und kraftlos. Die Geschäftigkeit scheint auf einen Jahreshöchststand zuzulaufen. Und das alles, um die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus auf Erden gebührend zu feiern? - Nicht unbedingt.

Warum dann diese Hektik und dieser Stress?

„In all dieser Betriebsamkeit steckt die Sehnsucht, endlich einmal anzukommen, einfach nur da sein und die Gegenwart genießen zu können. Wir müssen erst einmal bei uns ankommen, damit wir die Ankunft Jesu Christi als solche erleben können. Er kommt zu uns, damit wir aufhören können, außen herumzuirren. Damit wir dort ankommen, wo wir daheim sind: im eigenen Herzen, in dem Gott, das Geheimnis selbst wohnt“, so sagt es Anselm Grün.

Ich wünsche Ihnen, dass sie in diesem Advent aus dem Hamsterrad aussteigen können, bei sich ankommen können, ein wenig zumindest. Damit sie sich auf den ausrichten und für ihn Zeit nehmen, der Ankommen möchte in ihrem Leben: Jesus Christus.