ARNOLD JANSSEN

Am 15. Januar feiern wir als Steyler Ordensgemeinschaft weltweit den Gedenktag des Heiligen Arnold Janssen.

Er war einer, der alles daransetzte, dass in Deutschland Missionare ausgebildet würden. Zu dieser Zeit teilten nur wenige Menschen seiner Begeisterung mit. Bischof Paredis von Roermond, in dessen Diözese Steyl sich befand, soll sich zu Janssens Bitte geäußert haben: „Pater Janssen, Kaplan der Ursulinen in Kempen, war gerade bei mir. Er will ein Missionshaus gründen. Denken Sie nur daran und er hat nichts. Er ist entweder ein Heiliger oder ein Verrückter!“ Erzbischof Melchers von Köln hatte eine ähnliche Reaktion: „Wir leben in einer Zeit, wo alles wankt und unterzugehen scheint, und da kommen Sie und wollen noch etwas Neues anfangen?“ Janssen antwortete: „Wir leben in einer Zeit, wo vieles zugrunde geht und anderes dafür neu erstehen muss.“
In einem Brief beschreibt Arnold Janssen seine innere Kämpfe in dieser Zeit. Nach Aufgeben war ihm dennoch nicht. Am 8. September 1875, als das Missionshaus St. Michael in Steyl eröffnet wurde, erlebte dieser „Verrückte“, wie seine Vision Wirklichkeit wurde. Er hätte sich nie vorstellen können, dass er den Grundstein für die Gemeinschaft der Steyler Missionare legte, die heute eine, die größte missionarische Ordensgemeinschaft in der katholischen Kirche ist. 146 Jahre später, gibt es viele Steyler Missionare, die heute seine Vision in 84 Ländern tragen, wo sie arbeiten. Hinzu kommen die zwei Schwesterngemeinschaften, die er gegründet hat und eine wachsende, unzählbare Menge an Frauen und Männern, die heute weltweit im Geist des Hl. Arnold Janssen unterwegs sind und gemeinsam ihren Glauben zum Ausdruck bringen und sich missionarisch engagieren.
Auf der Fürsprache des Hl. Arnold Janssen möge Gott uns tiefes Vertrauen schenken, dass wir nicht schnell aufgeben und mutlos werden, egal was uns passiert; und dass wir auch jetzt mit Zuversicht in die angespannte Coronazeit schauen. Wie Arnold Janssen einem seiner Mitarbeiter schrieb: „Halten wir bei allen widrigen Ereignissen fest, dass Gott der Herr alles in großer Weisheit und Liebe lenkt und fügt und aus allem, wenn wir Vertrauen und Geduld üben, die besten Folgen hervorgehen lässt.“