Das Sakrament der Krankensalbung

Jedes Sakrament ist in seinem Kern, in seinem Wesen eine glaubende Begegnung mit Jesus Christus. Der Empfang eines Sakramentes ist nicht Selbstzweck, kein Vorgang, bei dem man „etwas“ bekommt (wenn auch eine „Sache“ von höchster Qualität), sondern es geht immer um eine personale Beziehung zu Jesus Christus.

Bild: Christine Limmer In: Pfarrbriefservice.de

Das Sakrament (wörtlich: heiliges Zeichen) ist ein wirksames Zeichen der Sorge Gottes um den Menschen und schenkt dem Menschen Kraft und Orientierung für sein Leben.

Bei der Krankensalbung erfährt der Kranke über die menschliche Zuwendung hinaus die Nähe Gottes zugesagt und spürbar in Wort und Tat. Die Salbung dient als Zeichen der göttlichen Zuwendung. Dabei geht es um die tröstende, heilende und rettende Wirkung der Nähe Gottes, gerade in der Erfahrung der eigenen Ohnmacht.

Krankensalbung ist nicht nur Hilfe zur körperlichen Gesundung, sondern sie ist Sakrament/Zeichen für das Heil des ganzen Menschen. Gott will Leben in Fülle schenken.

Durch die gottesdienstliche Feier der Krankensalbung bringen Christen zum Ausdruck:
Wir dürfen uns in schwierigen Situationen unseres Lebens der helfenden und rettenden Nähe Gottes anvertrauen. Gerade auch in dunklen und bedrängten Zeiten dürfen wir uns von der Liebe und Barmherzigkeit Gottes tragen lassen.

In der Handauflegung wird die liebende und heilende Sorge Gottes um den Menschen in Not zum Ausdruck gebracht. Dieses „An-sich-geschehen-lassen“ ist sowohl Eingeständnis der eigenen menschlichen Bedürftigkeit als auch Bekenntnis der Hoffnung auf Gott und seiner liebenden Zuwendung.