Den „Mantel Teilen“ Heute

der Martin unserer Zeit reitet auf keinem Pferd. Er fährt mit dem Auto, dem Rad vielleicht auch Inline-Skater oder er geht zu Fuß.

Heute wie damals begegnet er vielen Menschen in Not. Selten ist es ein frierender Bettler im Schnee. Doch einen wärmenden Martinsmantel braucht auch heute nach anderer, der eine andere bitter Kälte spürt:

die Kälte aus Gleichgültigkeit, Lieblosigkeit, aus Missverständnissen, Streit, Trennung, aus Entfremdung, Ausgrenzung, Verachtung
die Kälte aus Wortlosigkeit, Einsamkeit.

Heute wie damals braucht es den Martin, der hinschaut, der Not wahrnimmt und seinen Mantel teilt:

den Mantel der Güte und Nähe,
den Mantel der Sorge und Anteilnahme,
den Mantel der tatkräftigen Hilfe.

Der Martin unserer Zeit heißt vielleicht Bernd oder Jürgen, Inge oder Brigitte. Und vielleicht heißt er wie ich oder du.

Zum Tag des Heiligen Martins von Tours geht die Kollekte zugunsten der Aktion Martinsmantel. Dieses Projekt unterstützt seit vielen Jahren Menschen, die selbst in Zeiten einer guten Lage auf dem Arbeitsmarkt keine Arbeit finden. Arbeitslosigkeit verursacht Armut, kappt soziale Sicherheitsnetze und führt an die Ränder der Gesellschaft. Sie betrifft Jugendliche ohne abgeschlossene Ausbildung genauso wie Menschen jenseits der 50, denen vermittelt wird, nicht mehr gebraucht zu werden. Arbeitslosigkeit ist jedoch kein unabwendbares Schicksal!

Dank Ihrer Spenden ermöglichen die von der Aktion Martinsmantel geförderten Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekte Erwerbslosen einen neuen Zugang zu Ausbildung und Arbeit.

Wir wollen ins unserer Gemeinde am Sonntag, 10. November, das Hochfest des Hl. Martinus, Patron unserer Kirche, feiern.

Lassen wir uns vom Glauben unserer Großzügigkeit des Hl. Martins anstecken.