Halleluja! Der Herr ist wahrhaft von den Toten auferstanden

Liebe Mitchristen, vor 2000 Jahren ist uns etwas Wunderbares passiert. Unser Herr Jesus Christus ist für die Sünden und Fehler der Menschen für uns am Kreuz gestorben. Damit eröffnet er uns eine neue Chance, einen Neuanfang, uns wieder neu auf Gott auszurichten.

Mit dem Palmsonntag haben wir mit der Karwoche bzw. der Passionswoche begonnen, in der wir als Christen und Christinnen intensiv über dieses erlösende Werk Gottes durch seinen eingeborenen Sohn erinnern und nachdenken. Gott geht so weit und zeigt seine Liebe zu uns Menschen, in dem er seinen Sohn hingab. Er erweist sich als der, der radikal dem Menschen nahe sein will - bis hinein in den Schmerz, das Leid und den Tod. Jesus hat in seiner Hingabe sich ganz an die Menschen verschenkt. So wurde er zum Leben für die Welt. Wir feiern es und verkünden es.

Mit der Liturgie des heutigen Gründonnerstags treten wir als Christen weltweit ein in das Triduum sacrum, in den einen österlichen Dreiklang der Feier des Leidens, des Sterbens und der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus. Wir feiern den tiefsten Grund und die Quelle unseres Glaubens: die Liebe, mit der Gott sich für uns Menschen verausgabt. Diese Botschaft, die das Sprechen und Handeln Jesu prägt, verdichtet sich heute in der Erinnerung an das Letzte Abendmahl. Jesus gibt sich selbst in Brot und Wein und er wäscht seinen Jüngern die Füße. Wir sind eingeladen, seine Liebe an uns selbst geschehen zu lassen, um leben zu lernen aus seinem Vertrauen in Gott.

Der Karfreitag nimmt das Kreuz Jesu zum Mittelpunkt und thematisiert die Dunkelheiten unseres Lebens – Klage, Leid, Angst, Loslassen, Sterben, etc. Das Kreuz, das im Mittelpunkt steht, ist das Zeichen für Schmerz, für Gewalt, für Hinrichtung. Es ist aber auch ein Zeichen für Umwandlung, weil hinter dem Kreuz nicht das Nichts, das Aus steht, sondern OSTERN, die Auferstehung.

Der Karsamstag ist geprägt von den Themen des Durchgangs und des Neuanfangs, der Verwandlung und der Hoffnung und damit eine Vorbereitung auf die Feier der Osternacht, des Ostergeheimnisses.
Es ist das Fest, das zu Recht froher Höhepunkt unseres Kirchenjahres ist. Ostern heißt: das Grab ist leer. Die Osterbotschaft der beiden leuchtenden göttlichen Boten an die Frauen, die sich am frühen Ostermorgen auf den Weg zum Grab gemacht haben, gilt auch uns: „Sucht Christus nicht bei den Toten, sondern als Lebenden! Dann bricht das österliche Licht auch in euer Leben hinein. Es will euch so erfüllen, dass ihr voll Freude weitererzählt: Jesus lebt und mit ihm auch wir!“

Was hat diese OSTERN-Feier mit uns konkret zu tun?

Wir leben in einer Welt, in der an vielen Orten Kriege herrschen, in der ein Großteil der Menschen unter Hunger leidet, in der die Angst vor einer ungewissen Zukunft vielen in den Knochen sitzt. Mehr oder minder sind wir selbst davon betroffen, auch wenn wir in einem Land leben, in dem es den meisten noch recht gut geht. Aber auch unsere persönliche Not, die Trauer um einen geliebten Verstorbenen, das Leben mit einer Krankheit, die Sorgen des Alltags, all das sucht nach Antwort, nach Trost und nach Sinn. In diese Situation von uns heutigen Menschen hinein sagt sich die christliche Botschaft von Ostern. 

Ostern gibt keine glatte Antwort auf die vielfältige Not. Ostern will vielmehr eine Botschaft sein, die das Hoffen in unseren Herzen und im Alltag bestärkt. Wir sind eingeladen, im Licht des Auferstandenen Jesus Christus an die Liebe zu glauben und mit Liebe zu leben.
Der Herr ist auferstanden!
Das ist die Wahrheit, die unser Leben unendlich reich und spannend macht.

Ein gesegnetes Osterfest und Gottes Segen!