Klappt Erholung auch dort, wo wir wohnen?

Die meisten Menschen haben in den letzten Monaten der Corona-Pandemie viel Zeit in Ihren eigenen „vier Wänden“ verbracht. Das Zuhause wurde für viele zu Büro, Klassenzimmer, Kita und vieles mehr. Und jetzt evtl. auch noch die Vorstellung, die Ferien dort zu verbringen, ist doch ein „Unding“?

Klar ist auch, reisen ist in diesem Sommer kompliziert.
Viele Urlaubsorte in Deutschland sind überlaufen, Reiseziele im Ausland sind vielerorts mit Reisewarnungen und Einschränkungen behaftet.
Kann man nicht auch Zuhause die Zeit genießen, ausruhen, relaxen?
Wieso genießen wir nicht eine stressfreie Zeit für die schönen Dinge unseres Lebens. Setzen uns in unseren Garten mit einem guten Buch, dass wir schon lange lesen wollten oder genießen die Natur vor unserer Haustüre mit einer Wanderung oder einem Spaziergang unter freiem Himmel. Es gibt solch schöne „Fleckchen Erde“ direkt vor unserer Haustüre, wie z.B. der Schwarzwald, das Donautal, die Schwäbische Alb oder das Allgäu. In alle Himmelsrichtungen gibt es Orte zum Entdecken. Oder aber wir setzen uns einfach eine Zeit lang in eine Kirche zum Loslassen, Ausruhen, Kraft schöpfen, die Ruhe genießen.
Gönnen wir uns all das Gute und Schöne als Gabe Gottes, die aufatmen, aufblühen und aufleben lässt, denn er hält die Fäden unseres Lebens in der Hand.
In einem Gedicht zur Urlaubszeit steht:
Sie machen Urlaub – leider auch Urlaub von Hygienevorschriften und Abstandsregeln.
Für die Schutzmaske und das Desinfektionsspray war einfach kein Platz mehr im vollgepackten Koffer.
Sie machen Urlaub, als hätte der Virus auch Urlaub genommen und erholt sich von den Strapazen des letzten halben Jahres auf einem anderen Planeten.
Dabei macht er Urlaub mitten in unserem Urlaub und erlaubt keinen Leichtsinn.
Denn der wird schnell zum Trübsinn oder gar zum Wahnsinn einer zweiten Welle.