Mariä Himmelfahrt

...das älteste und bedeutendste Marienfest

Foto v. Claudia Buchmüller: Die MS Vorarlberg startet im Hafen von Lindau zur Schiffsprozession auf dem Bodensee

Am 15. August feiern Katholiken in aller Welt das Hochfest Mariä Himmelfahrt. Es ist das älteste und bedeutendste Marienfest und hat seinen Ursprung im 5. Jahrhundert. Die Aufnahme Marias in den Himmel mit Leib und Seele wurde 1950 durch Papst Pius XII. für die römisch-katholische Kirche zum Dogma erhoben. Während an Christi Himmelfahrt Christus aus eigener Kraft zu Gott empor steigt, wird Maria in den Himmel aufgenommen. Dieses große Privileg der unmittelbaren Aufnahme zeigt die herausragende Rolle der Muttergottes.

Legenden und Brauchtum
Der Legende nach sollen die Jünger Jesu nach Öffnung von Marias Grab nicht mehr ihren Leichnam, sondern nur Rosenblüten und Kräuter vorgefunden haben. Eine andere Legende besagt, dass sich ein angenehmer Duft nach Blüten und Kräutern verbreitet habe, als Jesu drei Tage nach dem Tod seiner Mutter erschien, um sie in den Himmel zu begleiten.

Daraus entwickelte sich der Brauch, am Mariä Himmelfahrt-Tag Kräuterbüschel zu binden, die geweiht werden und denen man besondere Heil- und Schutzkräfte nachsagt. In manchen Gegenden werden am 15. August die ersten reifen Nüsse (Mariennüsse) an Kinder verschenkt. Vielerorts finden an diesem Tag auch Lichterprozessionen statt. Im süddeutschen Raum besonders bekannt ist das Pontifikalamt mit Lichterprozession im Wallfahrtsort Maria Vesperbild. Oder auch die Fatima-Schiffsprozession auf dem Bodensee. Tausende von Pilgern, auf festlich geschmückten Schiffen mit Marienstatuen an Bord, starten in Deutschland, der Schweiz und Österreich um auf der Fahrt gemeinsam zu singen und zu beten. Beim Treffpunkt aller Schiffe mitten auf dem See erhalten die Gläubigen nach einer kurzen Ansprache eines Geistlichen den gemeinsamen Segen. Den Abschluss bildet ein Feuerwerk zu Ehren der Gottesmutter.